Liebe Sales-Ladies und -Gentlemen!

Gesundheit ist unser höchstes Gut! Ohne Gesundheit ist alles nichts.

Dies darf ich diese Woche am eigenen Leib erfahren und auch mich hat der Grippevirus erwischt. Zum ersten Mal, seit ich vor elf Jahren meine Verkaufstrainings gegründet habe, muss ich kapitulieren und leider ein gebuchtes Training absagen. Zum Glück hat mein Kunde großes Verständnis.

So bin ich also bei einem vertrauten Arzt von mir. Zuerst nimmt er sich Zeit und wir unterhalten uns über unser Leben und er will von mir unbedingt noch mal alle Bilder meines letzten Vortrages sehen. Für ihn erscheint es völlig unmöglich, vor so vielen Menschen zu sprechen und damit ermögliche ich ihm hinter die Kulissen einer anderen Welt zu blicken.

Schließlich frage ich ihn: „So, und was machen wir jetzt mit mir?“

Ohne den geringsten Zweifel in der Stimme antwortet er mir:

„Ganz einfach! Ich schaue mir dich jetzt genauer an und dann mache ich dich gesund.“

Liebe Sales-Ladies und -Gentlemen,

da gibt es diesen einen Gutgelaunten! Kennen Sie den? Er oder sie versteckt sich. Manchmal sehr erfolgreich. Das heißt, man muss manchmal länger suchen um sie oder ihn zu finden. Aber dann erhellen sie den Tag. Diese Gutgelaunten.

 

Es gibt so einen, ganz in der Nähe meines Büros. Da ist eine Schule und er ist Schülerlotse. Ein älterer, sehr netter Herr, der in seinem leuchtend gelben Mäntelchen tagtäglich und bei jedem Wetter da steht und lotst. Und er hat für jeden einen netten Spruch auf den Lippen.

Schon von weitem schallt es einem entgegen: „Soooo, dann wünsche ich Dir einen wunderbaren Tag und eine ganz tolle Mittagspause! Lass es Dir schmecken!“ oder „Pass mir ja auf mit deinem Radl und komm gut heim, damit du die restliche Woche genießen kannst!“

Liebe Sales-Ladies und -Gentlemen!

Heute morgen bin ich im ICE auf dem Weg zur Jahresauftaktveranstaltung meines größten Kunden. Und ich darf dort sprechen vor 1300 Menschen. Ich bin bester Laune! :)

Kurz vor dem Einstieg in meinem Zug sprach eine Dame auf dem Bahnsteig einen vorbeigehenden Schaffner an, warum denn der Zug noch nicht geöffnet würde. Es wäre doch so kalt (-4C) und es ginge doch gleich los. Die Dame war an ihrem Dialekt unschwer als Münchnerin zu erkennen.

Er darauf: „Da werden Sie sich noch ein wenig gedulden müssen. Wir machen dann auf wenn alles für die werten Gäste vorbereitet ist.“

Dann dreht er sich vor der Dame lachend zu seinem Kollegen um und sagt, laut Dialekt eindeutig nicht aus Bayern, zu diesem: „Diese komischen Einheimischen. Meinen immer, dass Sie was Besseres sind im Süden.“ Beide lachen.

Dieser Schaffner ist nun ausgerechnet mein Abteilschaffner. Ich bestelle einen Espresso bei ihm. Da es wirklich schwer ist im Zug zu servieren, gebe ich normalerweise großzügig Trinkgeld. Ihm lege ich die 2,50€ genau passend zurecht, als er mir den Espresso bringt.

Er nimmt das Geld und will sich schon ohne Dank und kommentarlos umdrehen und gehen. Da frage ich ihn ob er wissen will, warum es denn so schlecht für ihn läuft.

Was habe ich Ihnen getan...?

Haben Sie sich im Umgang mit Servicepersonal diese Frage auch schon mal gestellt?

Heute morgen hatte ich einen Arzttermin in einer ausschließlichen Privatpraxis in München.

Der Arzt ist eine Koryphäe in seinem Fachgebiet und daher sind seine Termine heiß begehrt.

So weit – so gut!
Die Arzthelferinnen dieser Praxis scheinen sich so sehr im Ansehen ihres Chefs gesonnt zu haben, dass sie sich daher einen schweren Sonnenbrand in Sachen Benimm zuzogen. Vom Betreten der Praxis an hat man das Gefühl, dass man eigentlich stört. Wenn man dann noch eine Frage hat oder wenn man für den nächsten Besuch einen besonderen Termin benötigt, dann wird es fast schon unerträglich.

Und ich dachte, dass auch Ärzte ihre Dienstleistung „verkaufen“ müssen und dass auch hier die exzellente Zufriedenheit der Kunden dafür sorgen wird, dass der Arzt weiterempfohlen wird. Im Fall dieses Arztes reicht offensichtlich seine herausragende Kompetenz, dass er sich so einen Innendienst leisten kann.