Den Charakter eines Menschen erkennt man daran, wie er mit Servicemitarbeitern umgeht!

Als Sales-Gentleman sind sie auch gelegentlich zu Geschäftsessen verabredet. Das war ich heute Mittag auch und ich wurde Zeuge eines Vorfalles am Nachbartisch, der  mir in ähnlicher Form schon oft aufgefallen ist. Wir saßen schon und waren bei der Vorspeise als sich eine Gruppe von vier Anzugträgern an den Nachbartisch setzte. Die Herren waren sowohl in ihrer Unterhaltung als auch im Verhalten zu "laut". Mehr Schein als Sein verhielten sie sich so, als würde Ihnen das ganze Lokal und auch die Hälfte des Stadtteiles gehören.

Dabei verhielten sie sich gegenüber den Bedienungen des Lokales als wären es Leibeigene. Kein Lächeln, kurze und knappe Kommandos, kein Bitte, kein Danke, keine Kinderstube...

Die Bedienungen des Restaurants sind normalerweise zu allen Gästen nett und zuvorkommend und waren erstaunlicherweise immer noch bemüht und freundlich. Einzig der Wirt verfolgte schon seit geraumer Zeit das Geschehen aus der Ferne.

Liebe Sales-Ladies und-Gentleman!

Gerade sitze ich am Flughafen München und warte auf meinen Abflug nach Hannover. Da ich noch etwas Zeit habe, weil mein LH-Flug (wie leider zu oft bei LH) Verspätung hat, bin ich im schönen, neuen Abflugterminal der LH zur dort ansässigen Zentralbar gegangen, um mir einen Espresso zu Gemüte zu führen. Der Barista ist ein ausgesprochen witziger Mensch und hat für jeden einen lockeren Spruch auf der Lippe. Vor mir in der Reihe stand ein sehr gut gekleideter Geschäftsmann und orderte ebenfalls einen Espresso. Er fragte ob er denn ein Glas Leitungswasser dazu haben könne und der Witzbold antwortete:

„Klar, hier ist doch Norditalien. Da gibt es das immer dazu.“ Das Wasser kam bei meinem Vormirinderschlangesteher - genau so wie bei mir. In der Größe eines XL-Fingerhutes.

 

Gestern stand ich an der Kasse meines Lieblings-Supermarktes an. Es ist der 19.11. und schon seit drei Wochen ist rund um die Kasse alles zugepflastert mit Nikoläusen, Zimtsternen und Dominosteinen. Direkt hinter mir steht ein „glücklicher“ Vater mit seinem ca. 6-jährigen Sohn an. Dem Kleinen ist offensichtlich langweilig, denn er tritt schon zum wiederholten Male mit seinem Fuß an meinen Einkaufswagen, schmeißt mit Regalinhalten um sich und der Vater legt bewundernswerte Geduld an den Tag. Meine Zündschnur wäre da deutlich enger gewickelt…

Die Schlange an der Kasse ist unmenschlich, vor allem mit dem kleinen Geduldstester hinter mir. Er hat sich gerade den ersten Haufen mit Nikoläusen als neues Munitionsdepot ausgesucht und fängt auch da an einen nach dem anderen zu Boden zu befördern.

In diesem Augenblick verlässt mein Lieblingskassierer seinen Kassenplatz. 

Liebe Sales-Ladies und-Gentleman!

Heute hat mein Vormittagstermin zu lange gedauert. Es war schon nach 13.30 und meine Damen im Büro haben auf mich gewartet, denn wir haben zurzeit sehr viel zu besprechen bezüglich unserer eigenen Vermarktung. ;)

Nachdem ein Restaurantbesuch also nicht mehr in Frage kam, beschloss ich, mir in einer kleinen Bäckerei in der Herzogstraße in München (dort ist auch mein Büro), eine Kleinigkeit mitzunehmen. Diese Bäckerei ist etwas Besonderes, denn sie backt selbst und das auch nur mit ausgesuchten Zutaten. 
Ich stand also vor dem, leider zu diesem Zeitpunkt schon sehr geplünderten Buffet und fragte die junge Dame hinter dem Tresen, ob sie denn wohl noch etwas Deftiges hätte. Sie verwies auf ein blasses Stück Pizza und ein Weißbrotsandwich mit Käse. Meinem Gesichtsausdruck war wohl anzusehen, wie ich zu diesen beiden Offerten stand und da kam ihre Frage:
„Das ist jetzt nicht so das, was Sie sich vorgestellt haben!?“
Ich habe gelacht und erwidert: „Ist mir das so deutlich anzusehen?"
Sie: „Ja, schon. Ich mache ihnen aber gerne noch ein frisch belegtes Vollkornbrötchen, wenn Sie mir eine Minute geben. Was hätten Sie denn gerne drauf?“