Liebe Sales-Ladies und –Gentlemen!

Gerade war ich im Urlaub auf Mykonos.

Griechenland ist in diesen Tagen nicht gerade berühmt für seinen exzellenten Service. Dies kann ich bezüglich Mykonos überhaupt nicht bestätigen. Sowohl in unserem Hotel, als auch in diversen Restaurants und Lokalen – es war durch die Bank grandios.

Die Krönung war aber ein Ober in einem kleinen, abgelegenen Sushi-Lokal. (Ja, wir hatten mal Lust auf etwas Anderes.)

Er trat zur Begrüßung an unseren Tisch, hat sich vorgestellt und dann kam der Satz:

„My only job is, that you are leaving this place satisfied, happy and with a smile.“

Liebe Sales-Ladies und -Gentlemen!

wie man sich bettet, so liegt man.

Und darum ist ein gutes Kopfkissen unheimlich wichtig. Das führende Bettenfachgeschäft in München ist der Ort, an den es mich da treibt.

Meinen Wunsch geäußert, drei Kissen probegelegen und schon habe ich mein Wunschkissen gefunden. Sie ahnen schon, dass bisher noch nicht so viel schiefläuft.

So stehe ich also mit meinem Wunschkissen an der Kasse, dahinter zwei Kassiererinnen. Mein Blick fällt nach rechts und da sind...bergeweise Lesebrillen...!? Lesebrillen in einem Bettenfachgeschäft. Durchaus stylisch die Brillen, aber eben Lesebrillen.

Ich bin erstaunt und frage also nach: Lesebrillen hier im Haus, wie kommt denn das?

Erst lachen die beiden und dann kommt diese Antwort: „Das fragen wir uns auch!“

... ??? ...

Liebe Sales-Ladies und –Gentlemen!

„Hoffentlich kommen Sie bald wieder!?“ 

Dieser Satz war der gerade der Abschluss eines sehr gekonnten Upsellings. Ich musste von meinem Tagungshotel zum Kölner Flughafen. Eine ca. 45-minütige Fahrt. Schon beim Besteigen des Taxis wusste ich, dass das hier etwas Besonderes wird. Das Taxi war innen und außen sehr sauber und gepflegt und der Innenraum hat sehr unaufdringlich gut gerochen.

„Nehmen Sie Platz und genießen Sie die Fahrt!“ Waren die begleitenden Worte des Fahrers zum Start. Und schon kurz nachdem wir losgefahren sind, wies mich der Fahrer darauf hin, dass die kleine Flasche Wasser hinten in der Mittelarmlehne für mich ist.

Außerdem steckte in der Rückenlehne des Vordersitzes eine frische Tageszeitung.

Liebe Sales-Ladies und -Gentlemen!

Elektronik-Kaufhäuser sind die Shopping-Fallen schlechthin für Männer. Technik die begeistert! Der Verkauf oder die Verkaufsdienstleistung in diesen Häusern tut das leider nicht immer. Vielleicht sogar nur selten. Gestern hatte ich wieder ein einschneidendes Erlebnis.

Meine Zahnbürste (mit einer höheren Rechnerleistung als mein erster PC) hat ihren Geist aufgegeben. Und so treibt es mich in einen dieser Elektronik-Riesen. Erfolgreich bugsiere ich mich an allerhand Verlockungen (Kameras, Fernseher, Home-Entertainment und sprechenden Kaffeemaschinen) vorbei und stehe schließlich vor einer Unzahl an elektrischen Zahnbürsten. Meinem Gesichtsausdruck ist offensichtlich anzusehen, dass ich hilfebedürftig bin und so stürzt sich ein hochmotivierter junger Verkäufer auf mich. Das ist schon mal aller Ehren wert, denn normalerweise kann man in so einem Markt zusammenbrechen und wird trotzdem erst bei Ladenschluss bemerkt und dann aufgefordert den Laden zu verlassen.

„Darf ich Ihnen ein wenig zu den Zahnbürsten erklären?“ lautet die Einstiegsfrage des Verkäufers. Das geht deutlich besser – ist aber jetzt nicht das Thema. „Gerne!“

Und dann stehe ich in einem minutenlangen Schwall aus Informationen. Appkompatibel – Multikommunikativ – Sensorgesteuert – Lithium-Ionen-Akku…etc.